Gunnar71
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17.03.2019
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Den meisten Berufstätigen in unserer Leistungsgesellschaft wird wenig geschenkt und so ein Arbeitstag im Büro kann verdammt lang sein. Umso mehr ist man darauf bedacht, möglichst wenig Angriffsfläche für andere zu bieten…..mir geht es zumindest so.
Pollenallergien und Lebensmittelunverträglichkeiten lassen sich leicht als Zivilisationskrankheiten erklären und man bekommt eher noch Mitleidsbekundungen für die Allergie ausgesprochen. Wie wir wissen, sieht es bei Hyperhidrose allerdings vollkommen anders aus. Man wird schneller, als man denken kann, als Mensch mit Hygieneproblem abgestempelt und gemobbt.

Mich persönlich trifft es an Füssen und Händen, erstaunlicherweise nicht unter den Achselhöhlen.

Vor mehr als 10 Jahren wendete ich mich an Herrn Bindner und erwarb mit Hilfe meiner Krankenkasse das Idromed 4 PS. Zu diesem Entschluß kam ich auch erst, nachdem alles andere bei mir nicht geholfen hat. - Auch der Antrag bei der Krankenkasse wegen eines solchen Anliegens kostet Überwindung.
Ich würde nach wie vor immer die Pulsstromvariante der Gleichstromvariante vorziehen. Obwohl die Pulsstromgeräte teurer sind, ist mit ihnen die Behandlung deutlich angenehmer. Ich würde eher an anderer Stelle sparen.

Erstanwendern kann ich nur empfehlen, die Flinte nicht zu schnell ins Korn zu werfen, da es einige Zeit dauern kann, bis die Therapie anschlägt.
Zur Vorgehensweise kann ich hier nur für mich persönlich sprechen: Für die Hände nehme ich mir 15 Minuten bei 15 mA Zeit, anschließend 20 – 25 Minuten bei 20 mA für die Füße und dies zweimal die Woche. Das erfordert oftmals viel Selbstdisziplin, aber es lohnt sich.

Ich für meinen Teil habe nach langer Zeit mit Experimentieren folgenden Rhythmus gefunden:
Ich mache zweimal wöchentlich die Therapie, möglichst Donnerstag und Sonntag. Ob das nun ein Mittwoch oder Donnerstag ist, ist eher zweitrangig…..wichtiger ist die Kontinuität. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass man spätestens nach einer Woche die Therapie machen sollte, um nicht erneut Probleme zu bekommen. Dabei solltet Ihr auch darauf achten, dass das Wasser eher wärmer als kühler ist, da es dann besser leitet. Ich wechsele bei jeder Anwendung den Plus bzw. Minuspol für den linken bzw. rechten Fuss, d.h. Sonntags rechter Fuß Plus, linker Fuß Minus, Donnerstags rechter Fuß Minus, linker Fuß Plus.

Leider reicht bei mir die Therapie nach wie vor alleine nicht aus, obwohl ich schon sehr darauf achte, möglichst nur Schuhe einer Marke aus Italien, die atmet, zu tragen. Sobald die Schuhe feucht werden – und das geschieht in Stresssituationen schnell - , scheint sich nach einiger Zeit ein muffiger Geruch durch die Verbindung des feuchten Leders mit Sauerstoff zu verbreiten.
Ein gutes Gegenmittel dagegen ist ein handelsüblicher Puder einer bekannten Marke, die in jedem guten Drogeriemarkt erhältlich ist. Bei der Dosierung sollte man allerdings sehr darauf achten, daß man nicht zu viel aber eben auch nicht zu wenig auf die Haut aufträgt bzw. einreibt. Zudem ist es wichtig, dass jede Stelle, auch zwischen den Zehen eingerieben wird.
Das Feintuning ist sicherlich bei jeden individuell zu berücksichtigen …..aber es hilft, da der Puder offenbar Gerüche bindet. - Ohne Iontophorese wirkt der Puder allerdings nicht.

Man muss natürlich darauf achten, daß die Haut nicht zu trocken wird und reisst. Bei Rissen in der Haut ist die Therapie alles andere als angenehm. Also sollte man die Haut – vor allem zwischen den Zehen - regelmäßig am besten vor dem Schlafengehen mit einer Creme einreiben. Am nächsten Morgen sind die Füße dann wieder fit und nicht zu trocken.

Ihr solltet Euch aber auch bewusst sein, dass sich der Schweiß andere Wege sucht. Bei mir erfolgt das über die Brust und nach jedem Kaffee am frühen Morgen ist mein T-Shirt oft mal schnell klitschnass. Aber dieses Übel ist vergleichsweise gering. Man muss nur besonders im Winter aufpassen, daß man sich keine schwere Grippe zuzieht.

Insgesamt betrachtet gibt es für mich trotz des relativ hohen Zeitaufwandes keine Alternative und ich bin dankbar dafür, daß es die Iontophorese gibt. Meine Lebensqualität ist, seitdem ich meine Idromed PS 4 regelmäßig nutze, enorm gestiegen. Ansonsten hätte ich mich beruflich umorientieren müssen, da ich das Mobbing nicht mehr ertragen hätte.
Dieses Forum ist zudem eine sehr gute Informationsquelle und bei Herrn Bindner ist man wirklich gut aufgehoben.

Lasst Euch nicht entmutigen und gebt nicht auf !
Alles Gute von Gunnar71
17.03.2019, 20:57