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Iontophorese, wie hoch soll man das Wasser einfüllen?


Sinnvolle Wasserhöhe für eine Behandlung mit der Iontophorese
Gilt für die Behandlung von Hand und Fuß

Grundsätzlich und den meisten bekannt: Wasser leitet Strom!

Nein, das ist kein Witz!

Wichtig ist: Das Wasser muss dahin, wo es Wirkung zeigen soll! Dabei ist es prinzipiell egal, was und wo Sie behandeln.

Anfängerfehler vermeiden - Alarmsignal Schmerzen / Hautreizungen
Bei aller Liebe, die Haut muss bei der Iontophorese immer vor - während und nach der Therapie in Ordnung sein. Sollten Sie Hautreizungen bemerken oder am schlimmsten "Verbrennungen" so ist der Strom zu mächtig gewesen. Hierbei erreicht man das Gegenteil einer Optimierung - man muss dann wieder Pausen lassen, bis die Haut wieder in Ordnung ist.

Holt man sich eine Verätzung/Verbrennug so bemerken die meisten Anwender eine kurzfristige Steigerung des Strom/Therapiegefühls, worauf eine sofortige Kontrolle des Hautzustandes erfolgen sollte. Leider ist dies nicht bei allen Anwendern der Fall.

Deahalb sollte man gerade während etwaiger Parameteränderungen immer schon nach einer kurzen Zeit (1-2 Minuten) nach Start der Therapie sicherheitshalber nachkontrollieren.

1) Punktuelle Schmerzen - an der Wasserlinie - oder Schmerzen in definierten Bereichen: Bei Schmerzen macht es absolut Sinn die Wasserhöhe so hoch oder niedrig zu wählen, dass an diesen Stellen kein Wasser anliegt..

2) Tut die Iontophorese generell weh (z.B. an der ganzen Hand oder am ganzen Fuß, so ist die Strom definitiv zu hoch, Sie sollten nur ein leichtes Kribbeln verspüren - dann den Strom ein bischen runter dass man eben nichts mehr merkt, dann ist die Stromstärke genau richtig)

WICHTIG: Die Wirkungshöhe der Iontophorese kann generell so beschrieben werden (ist aber individuell): Füllhöhe Wasser + 2 cm.
Lesen Sie zu diesem Thema mehr
In der Regel reichen also ein paar Millimeter bis ein halber Zentimeter vollkommen aus, wenn die Elektroden und die Gitter (für Hidrex reichen also gut duchfeuchtete, tropfnasse Handtücher aus) in der Wanne liegen, so hat man dementsprechend 1-3 mm für die Iontophorese zur Verfügung.

Viele Anwender sind mit folgender Methode am besten und schnellsten zurande gekommen: Erstmal "NUR" Sohlen- Handflächenbehandlung. Hier kann die Wasserhöhe am niedrigsten eingestellt werden (Idromed 1-2 mm über den Gittern; Hidrex Handtücher vollkommen durchtränkt) Schwitzt man dann an den Seiten immer noch (nachdem man die Sohlen trocken bekomen hat), kann man die Wasserhöhe entsprechend nachjustieren und so optimal einstellen. Sind nicht beide Bereiche mit EINER Wasserhöhe gleichzeitig trocken zu bekommen, so behandeln viele einfach mit unterschiedlichen Wasserhöhen, dabei kann man nach einer gewissen Zeit einfach mehr Wasser nachfüllen.

Hiermit bekommt man die Therapie der Hand oder Fußflächen für die meisten Fälle optimal eingestellt, wobei die Wirkhöhe generell weiter nach oben geht, man also auch da trocken werden kann, wo das Wasser nicht ist.

Bei Handtücher als Elektrodenauflage wie bei Hidrex kann man das z.B. so gestalten, dass die Handtücher komplett und sehr gut befeuchtet sind, also das Wasser nicht noch 1 cm darübersteht.

WICHTIG, bitte merken und im Hinterkopf behalten während Sie diesen Artikel durch lesen: Die stärkste Wirkung brauchen die meisten Anwender an den Sohlen oder Handflächen --> dort ist die Haut am dicksten. Füllt man mehr Wasser in die Wannen, so geht der meiste Strom durch die dünnere Haut an der Seite der Füße oder Hände und fehlt an den dicken Stellen. Dadurch dass mehr Strom an Stellen anliegt werden diese meist zu sehr strapaziert - das sieht man an Reizungen entlang der Wasserlienie.

Übertrieben gesagt: Schwitzen Sie z.B. nur an den Fußsohlen, so macht es wenig Sinn, das Wasser bis zu den Knöcheln gehen zu lassen. In diesem Fall ist es eher sogar von Nachteil, weil die Haut an den Fußsohlen viel dicker ist als am Rist oder Spann. Der Strom sucht sich den Weg des geringsten Widerstandes und geht vornehmlich duch Areale, die gar nicht zu Hyperhidrose neigen und hier keinen Effekt erziehlen, bis auf den, dass Sie an den Fußsohlen nicht mehr die Wirkung haben, die sie eigentlich wollen.

Des weiteren hat man das Problem, dass man den Strom nicht mehr so hoch aufdrehen kann, weil die Haut am Spann dünner und somit stromempfindlicher ist. Das Ganze zieht also doppelte Nachteile hinter sich her: Der Strom wird also in der Regel schwächer eingestellt, als man könnte, und nicht betroffene Bereiche bekommen Strom ab, dieser ist also komplett verschwendet für die Wirkfähigkeit der Therapie. Wenn man nun beides addiert, so ist das wohl der größte Fehler und die Hauptquelle dafür, dass die Therapie nicht anschlägt.

Da die Haut auch an den dünneren Stellen viel stärker vom Strom durchflossen wird, werden etwaige Nebenwirkungen dort viel eher auftreten. Auch bei Verletzungen am Nagelbett ist es von Nachteil, das Wasser zu hoch einzufüllen, da Verletzungen einen niederen Widerstandswert zur Haut darstellen. Es fällt dort überproportional viel Spannung ab. Hobby-Elektriker werden den Begriff Spannungsteiler kennen, dies ist genau der oben beschriebene Effekt. Dies vermindert Ihre Chancen sogar ganz beträchtlich, ein optimales Ergebnis zu erzielen.

Schwitzt man z.B. am Hand- bzw. Fußrücken, so kann man auch 1 cm Wasser einfüllen und einen Waschlappen (nur baumwolle!) über den Bereich, der mitbehandelt werden soll legen. Schwitzen Sie bis zu den Knöcheln der Füße, so kann man Tennissocken anziehen. Bei den Händen tun es auch Baumwollhandschuhe aus dem Baumarkt.



Wenn man diese Bereiche mitbehandeln will, so ist es meist vonnöten Areale seperat/definiert zu behandeln, praktisch wäre das wenn man an der ganzen Hand schwitzt ist es absolut sinnvoll erstmal die Handflächen trocken zu bekommen und dann in seperaten Behandlungen z.B. den Handrücken. Alles auf einmal trocken zu bekommen ist in vielen Fällen nicht machbar, es sei denn man schwitzen nur an den Flächen und ein bischen weiter oben.
Wenn nur bestimmte Areale schwitzen und z.B. der Fußrücken nicht, dafür der Rest vom Fuß bis zum Knöchel, so wäre es vielleicht eine gute Idee die Socken kurz unterhalb des Knöchels ab- und den Fußrücken auszuschneiden.

Alternativ kann man mit einer Creme oder einen Tapeverband/Panzerband Hautpartien quasi vom Strom "isolieren".

Wenn dann z.B. die Stromdichte für einen Erfolg nicht mehr für die Sohlen (oder Handflächen) reicht, so kann man einzelne Bereiche extra behandeln.
Beispiel:
Ein Anwender schwitzt an den Fußsohlen und Fußrücken
Dieser könnte dann z.B.:
15 min. Füße mit Wasser kurz über dem Gitter (für die Sohlen)
und
10 min. Füße/Fußrücken mit Tennissocken (die z.B. wie oben beschrieben ausgeschnitten sind) oder einem Waschlappen/Stoff über dem Fußrücken behandeln.
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22.04.2008, 13:03