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Iontophorese: Effektivität von Pulsstrom und Gleichstrom



Bei gleichen Stromstärken sind Puls- und Gleichstrom gleich effektiv.

Durch einen sanften Pulsstrom können viele Anwender

- Höhere Ströme einstellen und dadurch die Behandlungszeiten signifikant reduzieren
- Ein viel angenehmeres Behandlungsgefühl erreichen
- Hautreizungen minimieren
- In vielen Fällen auch von allen drei Vorteilen profitieren


Welches Iontophoresegerät sollte man nun wählen?

Unterschiedliche Therapieansätze der Iontophoresegeräte Hidrex und Idromed:
Das Idromed ist sehr bedienerfreundlich, lässt aber außer Stromstärkeneinstellung keine weiteren Einstellungen der Therapie zu. Die Pulsbreite (90%) ist fest eingestellt und die Behandlungsdauer auch (Standard 15 Min.)
Das Hidrex ist etwas "komplizierter" durch vielfältige Einstellmöglichkeiten (Pulsbreite/Stomstärke/Behandlungsdauer/Memoryspeicher für verschiedene und variable Behandlungseinstellungen).
Somit muss man sich anfangs mit dem Hidrex ein bisschen mehr beschäftigen als mit dem Idromed.

Bei Achsel- und Handbehandlung ist die variable Pulsstromeinstellung des Hidrex PSP ein sinnvolles und durchdachtes Feature. Hier können feinste Nuancen in der Iontophoresetherapie eingestellt und ausgenutzt werden.
Die Einstellung von 100% Pulsbreite führt beim Hidrex PSP zu einem "klassischen" Gleichstrom. Diese Einstellung ist in den meisten Fällen schmerzhaft und nicht empfehlenswert und führt einem eher vor Augen, wie das Behandlungsgefühl mit einem Gleichstrom-Iontophoresegerät wäre.


Grundsatz:


Wirkung = Strom x Zeit x Frequenz

Strom = Produkt aus Volt x mA @ Körperwiderstand
Zeit = Therapiedauer einer Sitzung
Frequenz = Wie oft in der Woche behandelt wird

Kann man mit Pulsstrom höher gehen als mit Gleichstrom, so reduzieren sich die Behandlungszeiten meist genau um diesen Faktor.

Beispiel:
Mit Gleichstrom kann man max. 5 mA aushalten, die Therapiedauer einer Sitzung beträgt 30 Min und man behandelt vier mal die Woche.
Wirkung = 5 mA x 30 min x 4 mal die Woche

Mit Pulsstrom kann man aber bis zu 10 mA hochgehen. Das ist doppelt so viel wie mit dem Gleichstrom. Dies bedeutet, dass man dann entweder die Zeit um 50% oder die Frequenz um 50% reduzieren kann, und trotzdem die gleiche Wirkung haben wird wie mit dem Pulsstromgerät.
Reduzieren der Zeit: Wirkung = 10 mA x 15 min x 4 mal die Woche
Reduzieren der Frequenz: Wirkung = 10 mA x 30 min x 2 mal die Woche


Jeder Anwender benötigt sein individuelles Stromlevel, um einen Erfolg mit der Iontophorese zu haben.
Dies kann man leider erst dann feststellen, wenn man z. B. ein Gleichstromgerät hat und sich der Erfolg nicht einstellen will. Es ist also ein systematisches Ausprobieren, sprich, jemand besitzt ein Gleichstromgerät und muss die Füße behandeln. Er kann nur bis 13 mA hochgehen, alles darüber tut weh. Er behandelt und behandelt, es vergehen Wochen und es stellt sich keine Besserung ein. Hier ist es also sehr wahrscheinlich, dass die Person mehr als 13 mA braucht, um einen Erfolg zu haben. Da er aber aufgrund der Schmerzen mit dem Gleichstromgerät nicht höher als 13mA gehen kann, wäre es hier angebracht, auf ein Pulsstromgerät umzusteigen. Damit wird er mit großer Wahrscheinlichkeit mehr als 13 mA erreichen können.


Fazit: Eine sanfte (bezogen auf die Stromstärke) und nebenwirkungsarme Iontophoresetherapie ist einer unangenehmen Iontophoresetherapie IMMER vorzuziehen!

Hier noch die Produktlinks:
Hidrex Iontophorese mit Pulsstrom
Idromed Iontophorese mit Pulsstrom


Mögliche Ausnahmen, wann eine Therapie mit Gleichstrom effektiver wäre.
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09.05.2012, 14:02